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Führung
Visuelles Management — erste Stufe
Ein schlecht gebautes Teamboard wird nach einem Monat zur Pinnwand, die niemand mehr ansieht. Ein Tag, um Kennzahlen zu setzen, die wirklich dienen, ein tragfähiges Ritual zu finden und Regeln, die verhindern, dass das Werkzeug zur Kontrolle wird.

Was Sie danach können
- Die Stärken und den Nutzen des visuellen Managements verstehen
- Leistung und Eigenverantwortung des Teams stärken
- Das Werkzeug einführen
- Das Werkzeug sicher moderieren und mögliche Widerstände auffangen
Programm
Einstiegsrunde und Erwartungen
- Die Erwartungen aller Teilnehmenden an das Thema
- Roter-Faden-Workshop: eine Analyse, die auf den eigenen Bereich ausgerichtet ist
Die Grundlagen des visuellen Managements
- Was visuelles Management ist und was man davon erwarten kann
- Kommunikation und Mobilisierung im Team erleichtern
- Die Kraft der visuellen Kommunikation
- Die Haltung einer visuell führenden Person
- Was sich im eigenen Team zu messen lohnt
- Roter-Faden-Workshop zu zweit: Welchen konkreten Nutzen hätte der eigene Bereich davon?
Anwendungsfelder des visuellen Managements
- Tätigkeit und Leistung eines Teams steuern
- Zentrale Standards und Orientierungspunkte für Qualität, Empfang oder Sicherheit festlegen
- Roter-Faden-Workshop: die Kriterien des eigenen Bereichs definieren
Schlüssel für eine wirksame Einführung
- Ritualisieren: wer moderiert, in welchem Rhythmus, in welcher Form (top-down, delegiert, kollegiale Beratung)
- Die Spielregeln und Werte festlegen, die das Werkzeug rahmen
- Kennzahlen im Einklang mit Vision und Team, und lesbare Farbcodes
- Die Haltung aller: offene Fragen, Umformulieren, gewaltfreie Kommunikation
- Roter-Faden-Workshop: Wer moderiert, in welchem Rhythmus, mit welchen Regeln und Werten?
Kontinuierliche Verbesserung
- Der Deming-Kreis (PDCA)
- Retrospektiven durchführen: was funktioniert, was weniger
- Ergebnisse sichtbar machen für mehr Transparenz und Reaktionsfähigkeit
- Mindmapping und Lösungsbaum als gemeinsame Denkmethoden
- Roter-Faden-Workshop: Welche Themen verdienen gemeinsames Nachdenken, und mit welcher Methode?
Die Schritte der Einführung planen
- Regeln und Phasen der Veränderung, und warum gemeinsames Erarbeiten zählt
- Die Logistik: Material, Tafeln, Standorte
- Roter-Faden-Workshop: die Veränderung und die Arbeitssitzungen ankündigen, zuerst eine Person und dann das Team einbeziehen
Was Ihnen diese Weiterbildung bringt
Aufmerksamkeit gewinnen, Mitarbeitende motivieren und sie in die wichtigsten Leistungsziele, die zentralen Erfolgskriterien, die Arbeitsstandards und die Sicherheitsregeln einbeziehen. Wie mobilisiert man das Team rund um diese Themen und gibt ihm dabei Verantwortung? Wie stärkt man den Zusammenhalt und bearbeitet Themen und Hindernisse laufend?
Diese Einführung in das visuelle Management ermöglicht die ersten Schritte mit der Methode.
Eine erste Stufe, keine Lean-Weiterbildung
Der Tag richtet sich an Führungskräfte und Teamleitende, gegebenenfalls gemeinsam mit ihrem Team, und wird mit der Führungskraft des betreffenden Teams besucht. Es handelt sich nicht um eine Lean-Weiterbildung: Projektleitende können an eine zweite, eigens für sie vorgesehene Stufe verwiesen werden.
Fragen zu diesem Kurs
Ist das eine Lean-Weiterbildung?
Nein, und die Unterscheidung ist wichtig. Visuelles Management wird hier als Werkzeug der Kommunikation und der Eigenverantwortung im Team behandelt, nicht als Ansatz zur Produktionsoptimierung. Projektleitende, die einen Lean-Ansatz suchen, gehören in eine eigens dafür vorgesehene zweite Stufe — das sagen wir, statt sie in einem Raum sitzen zu lassen, der ihr Anliegen nicht bedient.
Mein Team wird darin ein Kontrollinstrument sehen. Wie lässt sich das vermeiden?
Das ist der häufigste Widerstand und wird im Tagesverlauf bearbeitet. Drei Dinge machen den Unterschied: Die Kennzahlen werden mit dem Team gewählt und nicht verordnet, sie betreffen die gemeinsame Tätigkeit und nicht die Einzelleistung, und die Moderation geht schrittweise an das Team über. Ein Board, das nur die Führungskraft pflegt, wird tatsächlich zum Kontrollinstrument.
Soll man mit dem Team kommen?
Das ist die wirksamste Konstellation, und das Inhouse-Format ermöglicht sie. Das Board ist ein gemeinsames Objekt: Wer es mit den späteren Nutzenden baut, spart die Wochen an Widerstand, auf die eine allein zurückkehrende Führungskraft trifft.
Funktioniert das Werkzeug bei teilweiser Arbeit im Homeoffice?
Ja, sofern ein digitales Board statt einer physischen Tafel akzeptiert wird und das Ritual per Videokonferenz mit derselben Regelmässigkeit stattfindet. Der Tag behandelt diesen Fall, der in Schweizer Verwaltungsbereichen inzwischen der Normalfall ist.
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